Ordnung mit saisonaler Deko
Was Freude macht, ist erlaubt
Ich sage es ehrlich:
Ich war lange ein ziemlicher Dekomuffel.
Zu viel Deko hat mich eher unruhig gemacht als erfreut.
Ein paar ausgewählte Stücke zu Weihnachten – das war für mich völlig ausreichend. Und wenn die Feiertage vorbei waren, war ich froh, wenn wieder Alltag einkehren durfte.
Mit den Kindern hat sich das verändert.
Da kam plötzlich der Wunsch, das Zuhause passend zur jeweiligen Saison zu gestalten. Weihnachten, dann Fasching, bald schon Ostern. Und mit den Saisonen kommen noch die Mal- und Bastelarbeiten der Kinder dazu ...
Für mich war ziemlich bald klar:
Ich möchte weder alles erlauben noch alles verbieten.
Mir geht es um einen Rahmen – statt um Verbote.
Ein Rahmen, der für alle passt
Faschingsdeko im Wohnraum ist für mich einfach zu viel.
Das fühlt sich für mich nicht stimmig an.
Aber ich möchte Konfetti auch nicht verbieten.
Unsere Lösung:
Das Kinderzimmer vom Großen ist bei uns das Faschingszimmer. Dort dürfen Luftschlangen hängen, dort darf Konfetti liegen. Dort darf es bunt und wild sein. Die Kinder wissen: Hier ist Platz dafür.
Ich verbiete nichts – ich schaffe einen Rahmen, in dem es für alle passt.
Und genau dieses Denken hilft auch enorm beim Verstauen saisonaler Sachen.
Meine 5 Tipps für Ordnung mit saisonalen Dingen
1. Geh von deiner Freude aus – auch bei Kinder-Bastelarbeiten
Mein wichtigster Leitsatz lautet:
Was Freude macht, ist erlaubt.
Das gilt nicht nur für gekaufte Deko, sondern ganz besonders für Bastelarbeiten der Kinder – zum Beispiel aus dem Kindergarten. Und ja, genau hier fällt Loslassen oft am schwersten.
Diese Stücke sind mit Erinnerungen verbunden. Mit Stolz. Mit Entwicklung.
Und trotzdem darf man ehrlich hinschauen: Wenn Dinge mehr Last als Freude sind, dürfen sie gehen. Denn bei einem Zuviel an Dingen können selbst geliebte Bastelstücke zur Belastung werden. Oft ist es sogar so, dass wenige ausgewählte Dinge viel mehr wertgeschätzt werden, weil man sie öfter in die Hand nimmt, anschaut oder bewusst platziert – statt sie als großes Sammelsurium im Keller liegen zu haben.
Deine Kinder werden älter und bringen immer wieder Neues mit nach Hause. Bastelarbeiten, mit denen sie sich oft stärker identifizieren als mit sehr frühen Werken.
Schau dir deinen Rahmen an und entscheide darin, was bleiben darf und was gehen darf.
Lass deine Kinder mitentscheiden.
Erinnerungen wohnen nicht in Kisten, sondern in unserem Herzen.
2. Denk in Saisonen, nicht in Einzelteilen
Weihnachten, Fasching, Ostern – jede Saison bekommt ihr eigenes Zuhause.
Nicht fünf Schachteln verteilt, sondern gesammelt.
Eine Saison ist da. Die andere macht Pause.
Das macht Wechsel einfacher – und mental viel leichter.
3. Finde Aufbewahrung, die zu deinem Zuhause passt
Nicht jede Wohnung hat einen Dachboden oder Abstellraum.
Gute Alternativen können sein:
- Unterbettboxen
- große Boxen oben auf dem Kleiderschrank
- Kisten unter einer Sitzbank oder im Vorraum
Wichtig ist nicht der Ort, sondern die Klarheit: Diese Dinge haben gerade Pause.
4. Transparente Boxen machen es leichter
Wir nutzen am liebsten große, transparente Boxen, die trotzdem eine Beschriftung mit der jeweiligen Saison bekommen.
Man sieht leichter, was drin ist und erspart sich etwas Sucharbeit.
Das spart Zeit, Nerven – und verhindert, dass Dinge doppelt angeschafft werden.
5. Gemeinsam dekorieren heißt auch gemeinsam wegräumen
Mir ist wichtig, dass wir mit den Kindern beides gemeinsam machen:
das Dekorieren und das Wegräumen.
Nicht als Pflicht, sondern als natürlichen Ablauf:
„Die Saison ist vorbei – jetzt darf alles wieder schlafen gehen.“
So lernen Kinder, dass Dinge kommen dürfen und auch wieder gehen.
Ordnung darf sich verändern
Ich bin nach wie vor kein Mensch, der jede Saison groß dekorieren möchte. Dennoch kommen mit neuen Familienmitgliedern, neue Bedürfnisse dazu und das Schönste ist für mich, wenn alle wertgeschätzt werden.
Darum schaffe ich lieber einen Rahmen für die Freude, die möglichst allen gerecht wird.
Hast du Fragen/Wünsche/Anregungen zu meinen Beiträgen. Schreib mir gerne eine Nachricht!
Viele liebe ordentliche Grüße,
Deine Stefanie
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