Egal ob
Prokrastination oder
Aufschieberitis
... wer auf den perfekten Moment wartet, braucht vielleicht nur einen kleinen Impuls.
Als mir eine Kundin von ihrem Unkrautdilemma erzählte, hat sie mich auf eine Idee gebracht.
Eine liebe Kundin, die ich online auf ihrer Ordnungsreise begleiten darf, hat mich auf einen wichtigen Gedanken gebracht.
Sie erzählte mir, dass sie schon länger das Unkraut in ihrem Garten beseitigen wollte. Immer wieder hatte sie es aufgeschoben. Stattdessen hat sie lieber die Sonne und die ersten Frühlingsblüten genossen.
Doch dann stellte sie fest: Am nächsten Tag soll es regnen.
Und plötzlich ging es ganz schnell. Sie raffte sich auf und begann zu jäten.
Manchmal brauchen wir einfach einen Anlass, um unseren inneren Schweinehund zu überwinden.
Ordnung geht jeden Tag
Beim Ordnung schaffen im Zuhause sind wir allerdings nicht an Wetterbedingungen gebunden. Theoretisch könnten wir also jeden Tag damit beginnen.
Und genau darin liegt oft die Stolperfalle.
Vielleicht schiebst du dein Ordnungsprojekt auf den nächsten Urlaub, weil du dir denkst: Dann habe ich endlich Zeit dafür.
Oder du wartest darauf, zuerst noch das perfekte Ordnungssystem zu finden.
Doch seien wir ehrlich: Irgendetwas kommt immer dazwischen.
Wie kannst du diesen Kreislauf durchbrechen?
Hier sind drei konkrete Tipps für dich.
1. Schaffe Verbindlichkeit
Natürlich schaffen wir unser Wohlfühlzuhause in erster Linie für uns selbst. Trotzdem kann es unglaublich hilfreich sein, einen äußeren Anlass als Motivationsanker zu nutzen.
Stell dir vor, du möchtest eine liebe Freundin einladen – schiebst es aber immer wieder auf.
Denn du weißt: So richtig entspannt unterhalten kannst du dich nicht, wenn rund um euch Chaos herrscht.
Darum mein Tipp:
- Vereinbare einen Besuchstermin mit deiner Freundin oder deinem Freund – möglichst bald, aber realistisch erreichbar.
- Plane bis dahin täglich kleine Ordnungsinseln ein, damit du nicht am letzten Tag überfordert bist.
- Setze dir ein paar Tage vorher eine Erinnerung im Kalender: Wie ist der aktuelle Stand? Was fehlt noch?
- Und dann genieße dein Treffen – als Belohnung für deine Mühe.
2. Bye, bye Perfektion
In sozialen Medien, Wohnzeitschriften oder TV-Shows wird uns oft gezeigt, wie ein angeblich perfektes Ordnungssystem aussehen soll.
Doch die Wahrheit ist: Perfektion hält uns oft nur davon ab, überhaupt anzufangen.
Du brauchst nicht zuerst die perfekten Boxen oder Körbe kaufen, um Ordnung zu schaffen. In meinen Ordnungscoachings zeigt sich immer wieder: Meist ist schon genug vorhanden. Und durch das Aussortieren werden sogar wieder Behälter frei.
Darum mein Rat:
Fang erst einmal mit dem an, was du bereits hast. Die Feinarbeit kommt später.
3. Gehe den kleinsten ersten Schritt
Es muss nicht gleich der ganze Kleiderschrank sein.
Beginne zum Beispiel mit einer einzigen Lade – etwa deiner Wäschelade.
Wenn du dort aussortierst und Ordnung schaffst, passiert oft etwas Spannendes: Der Motor kommt in Gang. Du freust dich über das Ergebnis und merkst plötzlich, dass du noch Energie für den nächsten kleinen Bereich hast.
Vielleicht ist das dann die nächste Lade. Oder eine Kategorie im Schrank, zum Beispiel deine Hosen.
Sei stolz auf diese kleinen Schritte.
Und spüre kurz hinein: Wie fühlt sich das an?
Genau dieses Gefühl kann dich motivieren, weiterzumachen.
Es gibt keinen perfekten Moment
Die Wahrheit ist: Es wird nie den perfekten Moment geben.
Und auch nie die idealen Rahmenbedingungen.
Ordnung entsteht nicht an einem einzigen Tag. Sie entsteht Schritt für Schritt – durch Entscheidungen, die du immer wieder triffst.
Und am Ende geht es um genau das: Dein Zuhause so zu gestalten, dass du dich darin wohlfühlst und dein Leben darin genießen kannst.
Hast du Fragen/Wünsche/Anregungen zu meinen Beiträgen. Schreib mir gerne eine Nachricht!
Viele liebe ordentliche Grüße,
Deine Stefanie
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