Dinge loswerden mit gutem Gewissen
5 sinnvolle Wege für deine aussortieren Sachen
Aussortieren. Ballast loslassen. Aber wohin dann mit all den Sachen? Da schwingt dann oftmals das schlechte Gewissen mit. Dagegen hab ich gleich 5 Rezepte!
"Ich kann doch nicht alles, was zu viel ist einfach wegwerfen!" - Diesen Satz höre ich öfter, sowohl bei KundInnen zuhause als auch in meinen Workshops. Das Ziel beim Ordnung schaffen ist es, sich mit den Dingen zu umgeben, die hilfreich sind und/oder die du einfach gerne magst. Wenn du dich in deinem Zuhause umsiehst, scheiden da vermutlich einige Sachen aus. Du musst jetzt auch nicht gleich zum Vollzeit-Minimalist werden aber du spürst es selbst, wenn dich deine Dinge erdrücken. Dann ist es Zeit, loszulassen. Aber wohin dann damit? Dafür hab ich dir ein paar Ideen mitgebracht.
1. Sachen spenden und Gutes tun (OÖ)
In den meisten Regionen gibt es karitative Secondhand-Shops in denen in erster Linie Kleidung aber auch allerlei anderer Dinge zum Verkauf angeboten werden. So bekommen deine guten gebrauchten Dinge einen neuen Sinn und du tust dabei auch noch etwas Gutes. Vom Erlös werden erstmal die Kosten für den Shop gedeckt aber auch wichtige Sozialprojekte finanziert. Für Oberösterreich empfehle ich von Herzen die Volkshilfe Shops. Dort ist alles gut aufgehoben, dass unbeschädigt ist und somit ein zweites Leben verdient. Zu den Adressen der zahlreichen Shops kommst du über diesen Link ➡️ Volkshilfe Shops Besondere Stücke werden auch entsprechend gewürdigt und z.B. in der Kreislerin oder dem Online-Shop WIDADO verkauft.
Übrigens: In den Shops der Volkshilfe darf wirklich JEDE/R einkaufen. Tolle Schnäppchen und das Gefühl, mit dem Kauf der Umwelt und Gesellschaft etwas Gutes getan zu haben, finde ich, sind ein super Anreiz! Ich liebe es in den Schätzen der Volkshilfe Shops zu stöbern (meine Kinder übrigens auch 😉). Hier gibt es noch mehr Infos.
Weitere Möglichkeiten in Oberösterreich gibt es auch noch unter diesen Adressen:
Caritas OÖ
Rotes Kreuz
Kinderkrebshilfe Haid/Ansfelden
Bücherspende an Amnesty International
Sozialverein B37
2. Verkaufen und Altes zu Geld machen
Du möchtest Gebrauchtest ungern ohne Gegenleistung einfach gehen lassen? Dann kannst du auch über verschiedene Wege deine Dinge zu Geld machen. Achtung: Dafür ist Zeit und Lagerplatz notwendig! Setze dir ein zeitliches Limit um dich nicht ewig mit deinem Ballast beschäftigen zu müssen. Betrachte es tatsächlich auch als Zeit = Geld und entscheide auf dieser Basis, welchen Aufwand zu betreiben möchtest.
Hier sind ein paar Vorschläge für Verkaufsplattformen:
Will haben - aufwendig aber du erreichst eine große Zielgruppe😉
Momox - kein langwieriges Handeln, zu verkaufst zu einem fixen Preis und schickst die Dinge weg
Sellpy - Sellpy kümmert sich um den Verkauf der Waren die zu eingeschickt hast, kleines Risiko mit Anzeigegebühr, sinnvoll für Teures wenn du selbst wenig Aufwand möchtest
Mädchenflohmarkt - ähnliches Konzept wie Sellpy
Außerdem: Es gibt immer noch den guten alten Flohmarkt. Einen Stand selbst zu betreiben erfordert jedenfalls Zeit und meistens auch etwas Geld. Vielleicht wär ja auch ein Hausflohmarkt aus deiner Garage etwas für dich.
3. Verschenken und Freude schaffen
Im Best Case weißt du ganz genau, wer in der Familie oder im Freundeskreis sich über bestimmte Dinge freut. Dann bereite die weiterzugebenden Sachen gleich gesammelt vor, z.B. in einem Sackerl, dass du an die Garderobe hängst. Wichtig: Hebe Sachen nicht zu lange auf, bis du Freundin XY irgendwann mal siehst. Vielleicht ist das ein guter Anlass, sich gleich ein Treffen auszumachen. 😉
Bitte nicht: Gibt Ungenutztes nicht wahllos an jemand weiter, wo du weißt, der/die nimmt eh alles. Deine Sachen sollen am Ende nicht jemand anderes Ballast werden.
Anderer Weg: Verschenke an Unbekannte über Will haben. So kannst du die Dinge gleich bei dir zuhause abholen lassen, machst jemanden eine Freude und bist deinen Ballast schnell los.
4. Recycling und Rohstoffe weiterleben lassen
Wenn schon wegwerfen, dann aber richtig! Rohstoffe (z.B. alte Handys) sind im Altstoffsammelzentrum viel wertvoller und besser aufgehoben als in deiner Kommodenschublade. Nimm dir ein wenig Zeit, um im Altstoffsammelzentrum, die Dinge auch richtig zu sortieren. Dort sind nette MitarbeiterInnen, die dir gerne weiterhelfen, wenn du nicht weißt, wohin damit. Leider kann nicht alles recycelt werden. Unbrauchbare Kleidung muss leider nach wie vor über den Restmüll entsorgt werden. Tipp: Wenn deine Tonne dafür nicht ausreicht, kauf dir auf der Gemeinde oder im Altstoffsammelzentrum einen zusätzlichen Sack.
5. Umwidmen und neu genießen
Für den eigentlichen Zweck ist der Tweet Blazer schon etwas aus der Mode gekommen, aber das wär doch vielleicht etwas für die Verkleidungskiste der Kinder. Der Schrank geht über mit zahlreichen Bechern, da könnte man doch den einen oder anderen in einen kleinen Blumentopf verwandeln. DIY-Ideen gibt es zahlreiche auf https://at.pinterest.com/ und liegt absolut im Trend. Du magst gerne Bastelarbeiten und bist kreativ ➡️ go for it 🥳!
Kleiner Exkurs: Alten Möbelstücken neues Leben einhauchen oder gar einem neuen Verwendungszweck widmen? Darauf hat sich Familie Putz in Kematen am Innbach spezialisiert. Hier werden Möbel mit viel Liebe zum Detail aufbereitet oder du lernst in einem Workshop wie du das auch selbst machen kannst ➡️ bei Chary Chic.
Dinge loslassen ist oft die größte Herausforderung beim Ordnung schaffen. Dabei hilfst es gleich ein Stück mitzudenken, was denn damit geschehen kann. Ein zweites Leben für deine Sachen + gewonnene Freiheit für dich = Win-Win der Ordnung ❤️
Viel Freude beim Aussortieren!
Alles Liebe,
Deine Stefanie