Sinnvoll schenken – meine 7 persönlichen Tipps 

Es ist wieder so weit. Weihnachten naht in großen Schritten. Es beginnt die Zeit der glitzernden Lichter, erwartungsfreudigen Kinder und der gestressten Weihnachtsshopper. Aber was ist, wenn ich auch zu Weihnachten auf die Umwelt und Gesellschaft Rücksicht nehmen möchte? Meine Gedanken dazu und wie ich mein Verhalten beim Weihnachtsshopping in den letzten Jahren verändert habe, erfährst du in diesem Blogbeitrag. 


Der Zauber von Weihnachtsgeschenken 

Schenken ist etwas Wunderbares - man hat die Gelegenheit damit seinen Liebsten eine Freude zu bereiten und wird dabei auch selbst überrascht. Manchmal kann Weihnachten aber zu einer echten „Kram-Schlacht“ ausarten, wenn Geschenke nicht wohl überlegt sind bzw. es einfach übertrieben wird. 

Früher habe ich mich gestresst, damit jeder ein Päckchen von mir unterm Weihnachtsbaum findet. Dann kam noch das mit den Wertigkeiten dazu. Die eigene Mama wird „teurer“ beschenkt als die Tante. 

Irgendwann dachte ich mir: So ein Blödsinn! Darauf kommt es doch zu Weihnachten echt nicht an! 
 Es ist doch wichtiger eine schöne Zeit miteinander zu verbringen und ein Geschenk zu übergeben mit dem ich ehrlich mitteilen kann: Ich habe mir Gedanken über dich gemacht! Wenn ich dabei sogar einen positiven Beitrag für Klima und Gesellschaft leisten kann, nenn ich das: WIN-WIN! 

 

Du möchtest etwas schenken, das klimafreundlich ist, Freude bereitet und sogar wertvoll für die Gesellschaft ist? Hier sind meine 7 wichtigsten Punkte für die Kaufentscheidung bei Geschenken. 

1. Kaufe Second Hand 

Die Zeiten sind vorbei, wo Dinge aus zweiter Hand nur etwas für „Ärmere“ war. Heute achten die Menschen immer mehr auf ihren CO2-Fußabdruck und den kannst du durch bewussten Konsum deutlich beeinflussen. Es gibt mittlerweile in vielen Regionen großartige Gelegenheiten gut erhaltene gebrauchte Waren zu erwerben wie z.B. in den Volkshilfe Shops. Wenn dir diese Suche im Geschäft aber zu mühsam ist oder du einfach nicht die Zeit dazu hast, kannst du auch ganz bequem von der Coach aus Second Hand kaufen z.B. bei Widado


2. Kaufe bei Sozialbetrieben 

Viele Werkstätten für Menschen mit Beeinträchtigungen bieten ihre selbst hergestellten Artikel in einem Shop an. Ich persönlich bin begeistert von dem vielfältigen Angebot der Lebenshilfe, die in meiner Nähe einen Shop hat. Hier kannst du somit nicht nur schöne und praktische Dinge für deine Liebsten finden, sondern stiftest auch einen sozialen Mehrwert. 

 

3. Kaufe regional 

Es freut mich ungemein, dass auch in meiner Heimatstadt Wels sich immer mehr kleine Betriebe, die ihre Ware oft selbst herstellen, in der Innenstadt ansiedeln. Wenn ich die stylischen Ohrringe direkt bei der Designerin kaufe, hat das nicht nur für mich einen Mehrwert sondern fördert auch die Kleinunternehmer:innen in meiner Region. Nimm dir etwas Zeit, um dich in deiner Gegend umzusehen. 

 

4. Kaufe gezielt 

Gut, die ersten 3 Punkte lassen sich manchmal schwer erfüllen, wenn sich jemand etwas ganz Bestimmtes wünscht. Wünsche sind legitim, du möchtest ja eine Freude bereiten, auch wenn du persönlich mit diesem Gegenstand eventuell nicht so viel anfangen kannst. Frage konkret nach, um genau das Richtige zu kaufen und besorge es am besten im lokalen Einzelhandel. 

 

5. Spenden statt kaufen 

Diese Devise wende ich gerade zu Weihnachten schon seit ein paar Jahren immer öfter an und bisher haben sich alle darüber gefreut. Lass z.B. im Namen deiner Liebsten einen Baum pflanzen, schenke Saatgut, um den Aufbau einer kleinen Landwirtschaft in Afrika zu fördern oder unterstütze Kinder in schwierigen Situationen durch ein Schulpaket. Möglichkeiten gibt es unzählige, suche etwas aus, das zu dem/der Beschenkten passt. Achte dabei auf die Seriösität des Sozialunternehmens (leider gibt es auch hier schwarze Schafe). Das Österreichische Spendengütesiegel ist eine gute Orientierung dafür.

Ich persönlich spende z.B. gerne direkt an  Volkshilfe OÖ (hier kannst du den Zweck auswählen und wenn du magst sogar die genaue Region für die Verwendung).
Bei der Caritas gibt es z.B. die Möglichkeit eine Ziege für eine Familie in Burundi zu schenken und auch dazu passende Produkte zum Verschenken wie z.B. Ziegensocken.
Eine Baumpatenschaft habe ich auch schon an meinen „holzliebenden“ Papa verschenkt. Eine Möglichkeit dazu ist z.B. das Jane Goodall Institute Austria.
Alle genannten Organisationen verfügen über das Österreichische Spendengütesiegel.
Deine Spende ist dann auch steuerlich absetzbar! 

 

6. Dienstleistungen verschenken 

Es darf auch mal eine Klangschalen-Massage ein, die sich der/die Beschenkte selbst nicht gönnen würde. Oder überlegt deine Freundin schon länger diesen speziellen Yoga-Workshop auszuprobieren? Dann ist das für dich die Gelegenheit! Es darf auch ein Ordnungscoaching verschenkt werden. Wir stehen oft vor der (erfreulichen) Herausforderung: "Aber meine Lieben haben doch schon alles." Schenke doch mal Erkenntnisse statt Dinge! Meine Empfehlung wäre dazu das Mini-Coaching. (Bisschen Eigenwerbung darf hier auch sein ;-) )

 

7. Erlebnisse schenken 

Unternehmen wie Jollydays sind schon längst auf diesen Zug aufgesprungen. Dabei läufst du aber Gefahr, dass dein Erlebnisgutschein nie eingelöst wird oder den/die Beschenkte:n sogar belastet weil wieder eine Entscheidung zu treffen ist. 
Besser: Sei so konkret wie möglich! Schenke ein bestimmtes Erlebnis und, wenn es sich arrangieren lässt, gleich mit einem Termin. 
Optimal ist es damit gleich gemeinsame Zeit zu verbinden! 

 

Weihnachten soll in erster Linie uns mit den Menschen, die uns wichtig sind, näher zusammenbringen. Geschenke gehören dazu aber sie dürfen auch zur Nebensache werden. Schenkt ihr euch gar nichts in der Familie? Wichtelt* ihr, um die Geschenkeflut zu reduzieren? Es gibt dazu viele gute Ansätze.

Ich bin neugierig: Wie sieht das in deiner Familie / deinem Freundeskreis aus? Schreib mir doch eine Nachricht

 

Egal wie ihr Weihnachten feiert und es mit den Geschenken handhabt, ich wünsche dir und deinen Liebsten eine entspannte Zeit! 

 

Deine Stefanie

 

* Es wird vor Weihnachten z.B. innerhalb der Familie oder dem Freundeskreis ausgelost wer wen beschenken darf. Somit muss jede:r nur für eine Person ein Geschenk besorgen und die Geschenkeflut wird eingedämmt. Den Überraschungseffekt dabei finde ich besonders toll :)

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